LG G3: High-End Smartphone mit Laser-Autofokus und Bildstabi

Gestern stellte der Elektronikriese LG sein neues Smartphone Flaggschiff LG G3 auf drei simultan stattfindenden Veranstaltungen in London, New York und San Francisco vor. Eines der Highlights dieses High-End Smartphones ist unter anderem die Kamera-Einheit, welche aus einer 13-Megapixel-Kamera, einem Laser-Autofokus, einem Bildstabilisator und einem Dual LED-Blitz besteht.

Bild: LG Electronics

Bild: LG Electronics

Eine völlige Neuheit im Smartphone Geschäft dürfte der verwendete Laser-Autofokus sein, der das Fokussieren vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen extrem beschleunigt und verbessert. Dabei misst ein Laser, oder besser gesagt ein Infrarotstrahl, die Entfernung zwischen Smartphone und Objekt.

Die unter dem Namen „aktiver Autofokus“ bekannte Technik ist aber keineswegs eine Neuerung auf dem Kameramarkt. LG scheint der Technik mit dem Namen „Laser-Autofokus“ nur einen neuen Namen verpassen zu wollen um es interessanter zu machen. De facto werden dabei nämlich keine Laserstrahlen verwendet, sondern wie bereits oben erwähnt Infrarotstrahlen, die vom zu fokussierenden Objekt reflektiert werden und anhand dessen die Entfernung zum Objekt bestimmt wird. Diese Technik findet man auch in vielen Kompaktkameras und auch als optionaler Fokus an manchen DSLRs. Wie man es von Fernbedienungen kennt, haben Infrarotstrahlen keine lange Reichweite, dennoch sollte es ausreichen um bei schlechten Lichtverhältnissen die von dem Dual-LED Blitz des G3 ausgeleuchteten Bildbereich zu fokussieren und scharf abzubilden.

Zudem bietet das LG G3 gegenüber dem Vorgänger G2 einen verbesserten optischen Bildstabilisator (OIS+), der leichte Verwackler des Smartphones ausgleicht und die Bilder trotzdem scharf darstellt.

Wie bereits bei vielen Smartphones zu finden, bietet auch das G3 einen Dual LED-Blitz, welcher in zwei unterschiedlichen Blitzfarben blitzt um natürlichere Farben wiedergeben zu können.

Außerdem erhält auch der neue Backside-Illumination-CMOS-Sensor (BSI) Einzug in das G3. Der BSI-Sensor bietet gegenüber herkömmlichen Sensoren den Vorteil, dass er von hinten beleuchtet wird und somit die gesamte Fläche zum Erfassen von Pixeln zur Verfügung hat. Die Elektronik befindet sich nicht mehr wie bisher vor, sondern hinter der eigentlichen Sensorfläche und bietet somit mehr Platz für den Sensor. Größerer Sensor = bessere Bildqualität

Auch LG scheint den Trend der Selfies erkannt zu haben und spendiert dem G3 einen größeren Sensor für die Frontkamera. Die Frontkamera löst nun mit 2,1 Megapixeln auf, was im Vergleich zu anderen Smartphones, wie zum Beispiel dem HTC One M8 mit 5 Megapixeln, wenig erscheint, aber für Videotelefonie und Selfies immer noch dicke ausreichend sein sollte.

Das LG G3 ist ab sofort für einen Preis von 549€ bei Amazon vorbestellbar.

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