Apple kauft Kamera-Modul Hersteller LinX für 20 Millionen US-Dollar

LinX ermöglicht nachträgliches Fokussieren, 3D Modelle und eine kürzere Verschlusszeit

Nach Angaben des Wall Street Journal soll Apple vergangene Woche das israelische Unternehmen LinX für 20 Millionen US-Dollar gekauft haben. Die Höhe des Deals ist seitens Apple nicht bestätigt, sondern nur der Kauf des Unternehmens.

Die LinX-Kamerasensoren - Bild: Linx

Die LinX-Kamerasensoren – Bild: Linx

LinX baut Kamerasensoren bzw. Einheiten bestehend aus einem sogenannten Array aus Linsen und Sensoren. Ähnlich wie bei Intels RealSense Technik wird das Bild aus mehreren Einzelbildern zusammen gesetzt. Durch die spezielle Anordnung der Linsen kann somit die räumliche Tiefe eines Motivs erfasst werden, was das nachträgliche Fokussieren anhand der Tiefeninformationen ermöglich. Auch 3D Modelle sollen auf diese Art möglich sein.

Nach Angaben von LinX erhalten die Module eine deutlich höhere Lichtempfindlichkeit bei niedrigerem Rauschen, bessere Farbwiedergabe und eine deutliche kürzere Verschlusszeit. Aber auch die Reduktion der Bautiefe steht bei LinX im Mittelpunkt. Durch die Bauweise kann die Bautiefe um den Faktor 1,4 bis 2 gegenüber einem herkömmlichen Kameramodul reduziert werden, was  den immer dünner werdenden Smartphones natürlich sehr zugunsten kommt.

iPhone 6S (7) mit zwei Kameras ausgestattet?

iPhone 6S (7) mit zwei Kameras ausgestattet?

Noch ist unklar was Apple in seinen zukünftigen Smartphones verbaut. Ist es wie bereits vor einiger Zeit vermutet ein Multi-Linsen-System oder doch ein System aufbauend auf dem kürzlich erschienen Patent, bei dem das einfallende Licht über einen Spiegel um 90° „umgebogen“ wird. Letzteres würde noch zusätzlich ein weiteres Handycap bei Smartphones lösen, nämlich einen optischen Zoom.

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